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Ende der Sechziger Jahre gingen die Verkaufszahlen bei Lotus
erheblich zurück,
da
die bestehenden und als alternde Modelle angesehenen Fahrzeuge des Typs Elan
und Europa bei den Käufern nicht mehr den gewünschten Anklang fanden.
Die Idee
eines höherwertigen Sportwagens bestand bereits,wurde jedoch innerhalb
des Hauses Lotus noch nicht gezielt verfolgt. Lotus-Gründer Colin Chapman
ließ sich aber von dem Vorschlag den Autodesigners Giorgetto Giugiaro
überzeugen, auf Basis eines Lotus eine Designstudie anzufertigen.
Als Basis der Designstudie diente das Chassis
des Lotus Europa, das zur Verbesserung des Komforts jedoch verlängert werden
musste. Das sog. Projekt M70 wurde schließlich 1972
auf
dem Turiner Autosalon als silbernes 1:1 Modell vorgestellt. Furore machte vor
allem das Design mit seiner klaren Linienführung, sowie den ausgewogenen
Proportionen. Im Gegensatz zu der eher gemäßigten Formsprache vorheriger
Modelle vermittelte die keilförmige Karosserieform dabei eine für
Lotus ungewöhnliche Aggressivität. Ermutigt durch die positive Resonanz
und der Aussicht, durch ein exotisches Sportcoupé auf Mittelmotorbasis
auf dem lukrativen US-Markt
Erfolge
feiern zu können, entschloss man sich, das Fahrzeug in das Modellprogramm
aufzunehmen. 1974 konnte der erste straßentaugliche Prototyp vorgestellt
werden. Bis zur Serienreife vergingen jedoch nochmals zwei Jahre, ehe die ersten
Modelle im Mai 1976 ausgeliefert werden konnten.
Seit der Markteinführung hat der Lotus Esprit eine sehr
umfangreiche Produktentwicklung erfahren. Die Veränderungen waren zumeist
von dem Ziel geprägt, eine zunehmend anspruchsvollere Kundenschicht zu
bedienen und den Anschluss an die italienische
Konkurrenz
zu halten. Doch erst mit Einführung der Turbomotoren 1980 konnte Lotus
sich diesem Ziel wirklich nähern. Überzeugende Fahrleistungen und
ein noch aggressiveres Design verschafften Lotus damals den Eintritt in den
Club der Supersportwagen. Der Esprit wurde fortan auch als Alternative zum Porsche
911 oder Ferrari 328 gesehen.
Die Einführung des Turbomotors war erst der Anfang einer
dynamischen
Entwicklung. Mit der Einführung des Esprit Turbo (1988) konnte ein neues
Kapitel in der Erfolgsgeschichte des Esprit aufgeschlagen werden. Für die
tiefgreifende Modelüberarbeitung, bei der Lotus wieder mit gemäßigteren
Designelementen arbeitete, entwickelte Lotus einen verbesserten
4-Zylinder-Motor
mit bis zu 264 PS Leistung. Dieses Leistungsspektrum konnte in den vergangenen
10 Jahren bei 4-Zylinder-Serienfahrzeugen bis auf fast 300 PS gesteigert werden.
Mit 353 PS hat Lotus bei den heutigen V8-Modellen den leistungsmäßigen
Höhepunkt erreicht. Das Design blieb dabei in seinen Grundzügen weitgehend
erhalten.